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Zimmerpflanzen sterben oft nicht aufgrund von Schädlingen oder Krankheiten, sondern aufgrund von Pflegefehlern
Selbst die widerstandsfähigsten Zimmerpflanzen können durch unsachgemäßes Gießen sterben. Experten haben sechs häufige Fehler identifiziert, die nach und nach Wurzelsysteme und Blätter zerstören.
Zimmerpflanzen sterben oft nicht aufgrund von Schädlingen oder Krankheiten, sondern aufgrund von Pflegefehlern. Der häufigste Fehler ist die unsachgemäße Bewässerung, die das Wurzelsystem nach und nach zerstört und der Pflanze die Möglichkeit nimmt, sich zu erholen. Dies wurde in der Publikation marthastewart berichtet.
Sharon Yesla, Pflanzenspezialistin im Morton Arboretum, und Jinna Liu, Expertin für Zimmerpflanzen, erklären, welche häufigen Fehler man vermeiden sollte, um die heimischen Grünflächen gesund zu erhalten.
Das häufigste Problem ist die Überwässerung. Laut Yesla geben viele Menschen Wasser, ohne zu prüfen, ob der Boden tatsächlich trocken ist. Zu nasse Erde führt schnell zu Wurzelfäule, die dann die Pflanze tötet.
Ein weiterer Fehler ist die Oberflächenbewässerung. Wenn das Wasser nicht in die Tiefe geht, entwickelt sich das Wurzelsystem nur in der oberen Schicht, wodurch die Pflanze geschwächt wird. Der Experte rät, den Boden so zu befeuchten, dass das Wasser bis zur Drainageschicht vordringt, und den Überschuss aus dem Sumpf ablaufen zu lassen.
Es ist auch gefährlich, Pflanzen mit Eiswürfeln zu gießen. Liu weist darauf hin, dass tropische und subtropische Arten durch Kälte geschädigt werden, und dass der populäre Rat, Orchideen mit Eis zu gießen, ein Mythos ist. Eis reicht nicht aus, um die Pflanzen vollständig mit Feuchtigkeit zu versorgen, und der plötzliche Temperaturwechsel traumatisiert die Wurzeln.
Ein weiterer Faktor ist die Bodenbeschaffenheit. Manche Substrate lassen das Wasser sehr schnell durch, andere halten die Feuchtigkeit sehr lange zurück. Liu erklärt: Die gleiche Bewässerung für alle Pflanzen in verschiedenen Mischungen kann leicht zu einer Austrocknung oder im Gegenteil zu einer Überwässerung führen.
Ebenso kritisch ist das Fehlen von Drainagelöchern. In Ziertöpfen ohne Drainage sammelt sich das Wasser am Boden, wodurch die Wurzeln lange in einem feuchten Milieu bleiben und faulen. Der Experte rät, die Pflanze entweder umzupflanzen oder Löcher zu bohren.
Der letzte häufige Fehler ist das „ausgleichende“ Gießen nach einer langen Pause. Wenn die Pflanze wochenlang trocken gestanden hat, kann eine plötzliche hohe Wassermenge sie dauerhaft zerstören. Liu rät, den Feuchtigkeitshaushalt schrittweise wiederherzustellen – mit kleinen Wassergaben über einige Tage hinweg.